Die Wahrheit über selbstgemachte Feuchttücher

Die Wahrheit über selbstgemachte Feuchttücher

Als frischgebackene Eltern kommt man im Netz kaum noch an Anleitungen für selbstgemachte Feuchttücher vorbei. Aber taugt das wirklich was? Ist es nicht total aufwändig und eine eklige Sache? Bis jetzt habe ich die sensitive Feuchttücher von dm genommen und bin mit denen auch zufrieden. Wenn man sich jedoch durchliest, wie viele Inhaltsstoffe da drin sind, stelle ich mir ganz norddeutsch die Frage: Tut das not, dass das alles ans Baby geschmiert wird? Mal abgesehen von dem Müll, der da zusätzlich produziert wird.

Also habe ich mich umgeschaut und bei windelwissen.de eine prima Anleitung für selbstgemachte Feuchttücher gefunden und ausprobiert:

Selbstgemachte Feuchttücher: Die Herstellung

Die Herstellung von selbstgemachten Feuchttüchern sah auf windelwissen.de super einfach aus und war es auch.

Was man dazu braucht:

Tücher, Box und Kokosöl
Tücher, Box und Kokosöl
  • Tücher (Wiederverwendbar oder Wegwerflappen)
  • Öl (Kokosöl, Olivenöl, Mandelöl)
  • Heißes abgekochtes Wasser
  • optional: Lavendelöl
  • eine verschließbare Box
Tücher – Wiederverwendbar oder zum Wegwerfen?

Ganz einfach. Benutzt du Wegwerfwindeln, nimm Wegwerf-Lappen. Benutzt du Stoffwindeln, nimm wiederverwendbare Lappen. So kannst du das selbstgemachte Feuchttuch immer mit der Windel zusammen wegräumen.

Tücher – Wiederverwendbar

Als Tücher hatte ich noch alte geviertelte Moltontücher rumliegen – etwas groß, aber für den ersten Versuch sollte das gehen. Im Prinzip kann als Tuch alles genommen werden, was man sich gut vorstellen kann als Tuch für den Babypo. Ein altes Moltontuch* zerschneiden ist sicherlich eine kostengünstige Variante. Es gibt aber auch bereits fertige Waschlappen*und tolle Moltontücher mit schönen Designs* zu kaufen.

Tücher zum Wegwerfen

Hier eignen sich Einmalwaschlappen. Du kannst diese auch vorher zerschneiden, wenn du kleinere Lappen möchtest. Es müssen auch keine Waschlappen speziell für Babys sein. Einweg-waschlappen gibt es z.B. bei dm oder bei amazon* (wobei die Lappen im Laden viel günstiger sind als bei amazon!)

Selbstgemachte Feuchttücher: Die Herstellung

Kokosöl ins Wasser rühren
Kokosöl ins Wasser rühren…

So wie in der Anleitung habe ich nun heißes Wasser mit Kokosöl vermischt, zwei Tropfen Lavendelöl dazu getropft und über die in eine Plastikbox gefalteten Tücher gegossen.

Wasser Öl Gemisch über die Tücher gießen
… und drübergießen

Je nach dem wie feucht die Tücher werden sollen, muss die Menge an Wasser angepasst werden. Zwischendurch die Tücher evtl. etwas zusammendrücken.

Der Geruch nach Kokos und Lavendel hat mir persönlich schon mal gut gefallen – was aber sicherlich Geschmackssache ist.

Selbstgemachte Feuchttücher: Die Aufbewahrung

Für die Aufbewahrung der Feuchttücher ist jede gut schließende Plastikbox mit Deckel geeignet. Wer es etwas komfortabler und schicker haben möchte, kann auf die Skip Hop Feuchttücherbox* zurückgreifen, welche sogar an den Kinderwagen hängen lässt. Für gebrauchte Tücher (und Stoffwindeln) eignet sich unterwegs ein kleiner Wetbag* oder aber auch ein Zipbeutel oder einfacher Gefrierbeutel.

Selbstgemachte Feuchttücher: Der Praxistest

Was soll ich sagen: Die Tücher sind wirklich super. Trotz meiner anfänglichen Skepsis dauert die Herstellung gerade mal fünf Minuten und die Tücher kann ich gleich mit den Stoffwindeln in die Wäschetonne kloppen – so fällt gar kein extra-Müll an. Sie reinigen ausgezeichnet und pflegen gleichzeitig die Haut.

Nicht nur für den Windelbereich

Selbstgemachte Feuchttücher lassen sich auch hervorragend dafür nutzen, das Gesicht, die ständig verklebten und teilweise leicht entzündeten Baby-Halsfalten und Händchen zu reinigen … was soll ich sagen – im Prinzip kann man mit den Tüchern das ganze Baby einer pflegenden Katzenwäsche unterziehen. Ein weiterer Vorteil: Der Po wird nicht Wund von den Tüchern – im Gegenteil – das Kokosöl hilft der Haut sogar bei der Heilung.

Wie lange halten die Tücher?

Bis jetzt waren die Tücher beim mir nach drei Tagen verbraucht und haben am dritten Tag genau so frisch gerochen wie am ersten. Ich gehe davon aus, dass das abgekochte Wasser mit dem Kokosöl dafür sorgt, dass die Tücher ohne Weiteres mindestens 4 Tage lang halten.

Jetzt bin ich aber gespannt, ob ihr schon Erfahrungen mit selbstgemachten Feuchttüchern habt? Vielleicht haltet ihr diese Möglichkeit ja auch für bekloppt oder habt noch einen guten Tipp?


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