Aufräumen, Ranzen packen, Hausaufgaben machen – so kann es klappen

Wie ein Plan mit Routinen den Alltag mit Kindern und auch für Kinder erleichtern kann (–> mit Printable)

Selbständig aufräumen mit Routinen Printable ab3istallesegal.de

<Werbung mit Amazon Partnerlinks> „Ich lege mich noch kurz aufs Sofa um zu lesen – mein Bett ist schon gemacht.“, sagt der Viertklässler seit einigen Tagen morgens vor der Schule zu mir. Ja – so habe ich auch geguckt. Er war bereits fertig angezogen, hatte gefrühstückt und war abmarschbereit – und das 20 Minuten früher, als er muss.

Der Mama-Klangteppich-der-Ermahnungen

„Mach Deine Hausaufgaben! Bring deine alte Brotdose in die Küche, hast du schon Hausaufgaben gemacht? Kannst du nicht wenigstens ein wenig dein Zimmer aufräumen…“ Den Mund rede ich mir jeden Tag fusselig. Das Ergebnis ist ziemlich ernüchternd. Um ehrlich zu sein, habe ich das Gefühl, dass die Kinder den Mama-Klangteppich-der-Ermahnungen komplett ausblenden. Zurecht. Aber irgendwie muss das Zusammenleben ja klappen. Und dafür brauchte es nun mal etwas Mithilfe und Struktur. Auch die Schule fordert Hausaufgaben und Vorbereitung ein.

Und nun?

Im Moment lese ich einen alten amerikanischen Selbsthilfe-Klassiker. (Ich stehe ja auf das amerikanische Zeug – Beispiele, Wiederholungen, praktische Umsetzungshilfen bis zum Erbrechen und Motivation, die aus jeder Seite rausquillt.) Also ich lese gerade Sink reflections von Marla Cilley – auch bekannt als TheFlyLady mit großem Blog. (Hier auf Deutsch verlinkt: Die magische Küchenspüle) In diesem Buch, in dem es um das Ausmisten, aufräumen und sauber halten des Hauses bzw. der Wohnung geht, sind Routinen und dazugehörige Listen die hochgepriesenen Werkzeuge. So erstelle ich gerade für mich Listen mit Routinen (so gut sie denn mit Baby auch durchführbar sind). Dazu aber mehr in einem eigenen Blogpost, wenn ich damit fertig bin und ein paar Erfahrungen gesammelt habe.

Aber, was hat das mit den Kindern zu tun?

Für die Kinder habe ich ebenfalls Listen erstellt. Als Vorschläge – nicht als „du musst das alles machen“. Auf der Liste stehen neben Selbstverständlichkeiten wie Anziehen und Zähne putzen auch Hausaufgaben machen und Ranzen packen und einige weitere Aufgaben, die die Kinder sowieso erledigen müssen – entweder abends in Ruhe oder morgens in Hektik.

Aufräumen mit Timer? Was soll das heißen?

Das Aufräumen mit Timer stammt auch aus dem oben verlinkten Buch. Das hilft mir total gut um eine Schneise durch das Chaos zu schlagen und auch die Kinder finden es viel cooler als „Jetzt geh bitte aufräumen…“, wenn der Abschnitt zeitlich begrenzt ist. Da wird dann auch wirklich konzentriert aufgeräumt. Meistens zumindest 😉

aufräumen Routinen für Kinder
Die Liste findest du hier auf google Docs verlinkt, so kann das Printable als Template benutzt und individuell bearbeitet werden. Wer lieber ein PDF haben möchte, kann mir gerne eine Email schicken janina (ät) ab3istallesegal.de

Die Reaktionen der Kinder waren unterschiedlich. Die Sechstklässlerin und der Viertklässler haben sich total gefreut. „Endlich kann ich was abhaken und mich freuen, wie viel ich schon geschafft habe!“ Besonders der Viertklässler hält sich sehr akribisch an die Liste und ist sogar etwas ruhiger geworden durch die Struktur, die ihm die Liste gibt. Ich habe den Plan in eine Klarsichtfolie gesteckt und dieser kann nun abgehakt und wieder abgewischt werden mit einem Folienstift. Der Viertklässler macht das lieber mit Bleistift direkt auf dem Plan. Ist auch ok – ich drucke ihm gerne jede Woche einen neuen Plan, wen er damit glücklich ist.

Funktioniert das bei allen Kindern?

Nein. Bei der Zweitklässlerin hat es nicht funktioniert mit der Liste. Sie hat die Liste beschimpft und findet alles doof. Was aber auch gerade die Grundhaltung ist. Habe mal etwas von der Wackelzahnpubertät gelesen. Das würde hier gefühlt zutreffen. Da hilft nur liebevoll begleiten, Geduld haben und ab und die eigenen Grenzen deutlich machen. Und ein großes Fass voller „Die Phase geht vorüber…“ Da wird vermutlich irgendwann die Vorbildfunktion der großen Geschwister greifen. Bis dahin hangeln wir uns hoffentlich irgendwie durch.

Hast du auch schon mal Routinelisten ausprobiert? Für dich selber oder auch für die Kinder?

-Janina


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2 Replies to “Aufräumen, Ranzen packen, Hausaufgaben machen – so kann es klappen”

  1. Sehr Interessant.
    Das Listenprinzip werde ich mir für mich mal ansehen.
    Das Buch klingt auch interessant, hab mir direkt eine Leseprobe des Buchs abgespeichert.
    Vielen Dank für die Vorstellung!

    Liebe Grüße
    Alexandra

    1. Viel Erfolg beim Ausprobieren! Über das Buch werde ich noch mal detailliert berichten – ob und wie ich damit klargekommen bin… welche Prinzipien mir geholfen haben und was für mich gar nicht so gut funktioniert. Es bringt auf jeden Fall Spaß es zu lesen (wenn man – wie ich – auf sehr amerikanische Selbsthilfebücher steht 😉

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