Die Wahrheit über selbstgemachte Feuchttücher

ab3istallesegal.de Podcast Familienkonferenz
Jetzt anhören! Folge 1 | ab3istallesegal.de Podcast (Über-)leben mit Kindern
Die Wahrheit über selbstgemachte Feuchttücher

Als frischgebackene Eltern kommt man im Netz kaum noch an Anleitungen für selbstgemachte Feuchttücher vorbei. Aber taugt das wirklich was? Ist es nicht total aufwändig und eine eklige Sache? Bis jetzt habe ich die sensitive Feuchttücher von dm genommen und bin mit denen auch zufrieden. Wenn man sich jedoch durchliest, wie viele Inhaltsstoffe da drin sind, stelle ich mir ganz norddeutsch die Frage: Tut das not, dass das alles ans Baby geschmiert wird? Mal abgesehen von dem Müll, der da zusätzlich produziert wird.

Also habe ich mich umgeschaut und bei windelwissen.de eine prima Anleitung für selbstgemachte Feuchttücher gefunden und ausprobiert:

Selbstgemachte Feuchttücher: Die Herstellung

Die Herstellung von selbstgemachten Feuchttüchern sah auf windelwissen.de super einfach aus und war es auch.

Was man dazu braucht:

Tücher, Box und Kokosöl
Tücher, Box und Kokosöl
  • Tücher (Wiederverwendbar oder Wegwerflappen)
  • Öl (Kokosöl, Olivenöl, Mandelöl)
  • Heißes abgekochtes Wasser
  • optional: Lavendelöl
  • eine verschließbare Box
Tücher – Wiederverwendbar oder zum Wegwerfen?

Ganz einfach. Benutzt du Wegwerfwindeln, nimm Wegwerf-Lappen. Benutzt du Stoffwindeln, nimm wiederverwendbare Lappen. So kannst du das selbstgemachte Feuchttuch immer mit der Windel zusammen wegräumen.

Tücher – Wiederverwendbar

Als Tücher hatte ich noch alte geviertelte Moltontücher rumliegen – etwas groß, aber für den ersten Versuch sollte das gehen. Im Prinzip kann als Tuch alles genommen werden, was man sich gut vorstellen kann als Tuch für den Babypo. Ein altes Moltontuch* zerschneiden ist sicherlich eine kostengünstige Variante. Es gibt aber auch bereits fertige Waschlappen*und tolle Moltontücher mit schönen Designs* zu kaufen.

Tücher zum Wegwerfen

Hier eignen sich Einmalwaschlappen. Du kannst diese auch vorher zerschneiden, wenn du kleinere Lappen möchtest. Es müssen auch keine Waschlappen speziell für Babys sein. Einweg-waschlappen gibt es z.B. bei dm oder bei amazon* (wobei die Lappen im Laden viel günstiger sind als bei amazon!)

Selbstgemachte Feuchttücher: Die Herstellung

Kokosöl ins Wasser rühren
Kokosöl ins Wasser rühren…

So wie in der Anleitung habe ich nun heißes Wasser mit Kokosöl vermischt, zwei Tropfen Lavendelöl dazu getropft und über die in eine Plastikbox gefalteten Tücher gegossen.

Wasser Öl Gemisch über die Tücher gießen
… und drübergießen

Je nach dem wie feucht die Tücher werden sollen, muss die Menge an Wasser angepasst werden. Zwischendurch die Tücher evtl. etwas zusammendrücken.

Der Geruch nach Kokos und Lavendel hat mir persönlich schon mal gut gefallen – was aber sicherlich Geschmackssache ist.

Selbstgemachte Feuchttücher: Die Aufbewahrung

Für die Aufbewahrung der Feuchttücher ist jede gut schließende Plastikbox mit Deckel geeignet. Wer es etwas komfortabler und schicker haben möchte, kann auf die Skip Hop Feuchttücherbox* zurückgreifen, welche sogar an den Kinderwagen hängen lässt. Die NiuMang Travel-Feuchttücherspender sind auch nicht schlecht, weil sie leicht, klein und flexibel sind. Für gebrauchte Tücher (und Stoffwindeln) eignet sich unterwegs ein kleiner Wetbag* oder aber auch ein Zipbeutel oder einfacher Gefrierbeutel.

Selbstgemachte Feuchttücher: Der Praxistest

Was soll ich sagen: Die Tücher sind wirklich super. Trotz meiner anfänglichen Skepsis dauert die Herstellung gerade mal fünf Minuten und die Tücher kann ich gleich mit den Stoffwindeln in die Wäschetonne kloppen – so fällt gar kein extra-Müll an. Sie reinigen ausgezeichnet und pflegen gleichzeitig die Haut.

Nicht nur für den Windelbereich

Selbstgemachte Feuchttücher lassen sich auch hervorragend dafür nutzen, das Gesicht, die ständig verklebten und teilweise leicht entzündeten Baby-Halsfalten und Händchen zu reinigen … was soll ich sagen – im Prinzip kann man mit den Tüchern das ganze Baby einer pflegenden Katzenwäsche unterziehen. Ein weiterer Vorteil: Der Po wird nicht Wund von den Tüchern – im Gegenteil – das Kokosöl hilft der Haut sogar bei der Heilung.

Wie lange halten die Tücher?

Bis jetzt waren die Tücher beim mir nach drei Tagen verbraucht und haben am dritten Tag genau so frisch gerochen wie am ersten. Ich gehe davon aus, dass das abgekochte Wasser mit dem Kokosöl dafür sorgt, dass die Tücher ohne Weiteres mindestens 4 Tage lang halten.

Jetzt bin ich aber gespannt, ob ihr schon Erfahrungen mit selbstgemachten Feuchttüchern habt? Vielleicht haltet ihr diese Möglichkeit ja auch für bekloppt oder habt noch einen guten Tipp?

-Janina


Vielleicht interessieren dich auch folgende Beiträge:

Meine 5 liebsten Bücher zu Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit

Erstausstattung – was wir beim vierten Kind wirklich brauchen

Serie: 50 Fragen zum Thema Stillen

Kinderwagen? Brauche ich nicht! Oder doch?

Über mich: Janina und ab3istallesegal.de


*Dieser Artikel enthält Affiliate Links auf amazon.de. Wenn du über einen Link ein Produkt bei amazon kaufst oder vielleicht sowieso gerade etwas anderes bei amazon bestellen möchtest, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich entstehen keine Mehrkosten, aber du unterstützt dadurch meinen Blog. Danke für deine Unterstützung.


Schau doch mal im ab3istallesegal.de Spreadshirt-Showroom vorbei. Hier gibt es das coole snackosaurus Kleinkinder-T-Shirt (auch in Männergrößen erhältlich 😉 ) und den I bims, 1 Baby-Body …

Body I bims, 1 Baby

6 Replies to “Die Wahrheit über selbstgemachte Feuchttücher”

  1. Mich würde interessieren, ob du bis zum Ende der Windelzeit die Feuchttücher selbst gemacht hast oder oder ob das letztendlich ein einmaliger Versuch war.

    Also wie groß war der Aufwand im Vergleich zum „Ja, selbstgemacht ist schon besser“?

    Man kann ja seine Zeit nur einmal aufwenden und kann viele Sachen selber machen.

    1. Gerade das erste halbe Jahr habe ich die Tücher öfter selber gemacht. Vielleicht auch, weil ich so auf den Duft von Lavendelöl abfahre 😅

      Zu Hause nutzte ich auch häufig normale Waschlappen mit warmem Wasser.
      Da ich nach zwei Monaten begonnen habe, Kind4 abzuhalten, also für das große Geschäft zumindest, brauchte ich nur wenige feuchte Tücher, weil selten etwas am Popo klebte.

      Klar, der Aufwand die Tücher selber zu machen ist höher, als welche zu kaufen… auf der anderen Seite ging das ab ca. dem dritten Mal wirklich schnell. Das war dann Routine wie Tee kochen.
      Ich habe aber auch mit Stoffwindeln gewickelt, also konnte ich die Tücher einfach zu den Windeln schmeißen und mitwaschen.

      Du siehst, es ist sehr individuell und nicht einfach, eine generelle Empfehlung zu geben.
      LG, Janina

  2. Ich habe auch angefangen sie selber zu machen die riechen dann aber Komisch obwohl ich es genau so mache wie du. Und auch mit Lavendelöl. Keine Ahbung an was das liegt

    1. Ach wie schade! Liegt es eventuell am Kokosöl? Ich finde, dass Kokosöl von verschiedenen Marken ganz unterschiedlich riecht. Statt Kokosöl funktioniert auch Olivenöl oder anderes Speiseöl. Such dir ein Öl aus, welches du gerne isst ☺️Vielleicht hilft das? Alles Gute auf jeden Fall!🥰 LG, Janina

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.