Schmerzen beim Stillen?

Frage Nr. 5 #50fragenzumstillen

Schmerzen beim Stillen

Du bekommst dein erstes Kind und fragst dich, was dich beim Stillen wirklich erwartet?

Du schaffst das. Keine Panik! Aber was ist denn nun? Tut Stillen weh? Hat man Schmerzen beim Stillen?

Ehrliche Antwort? Ja. Es tut weh. Am Anfang. Und zwar sehr. 

Es gibt vermutlich ein paar glückliche Frauen, Naturtalente, bei denen das Stillen von Beginn an ein Spaziergang war. Alle Frauen, mit denen ich gesprochen habe, sagten das gleiche: Am Anfang war das Stillen schmerzhaft.

Milch und Tränen

Bei mir liefen zunächst bei jedem Ansaugen Schmerztränen. Das erste Kind wollte nicht so recht trinken und wir sind dann auf Stillhütchen umgestiegen. Das Stillen tat trotz der Stillhütchen weh. Das hat sich erst nach einem Monat gelegt. 

Beim zweiten Kind tut’s nicht mehr weh? Keine Schmerzen beim Stillen?

Schließlich kam das zweite Kind. „Super, jetzt müsste sich mein Körper an das Stillen gewöhnt haben!“, war meine Überlegung. Hatte er. Es tat am Anfang nur ein wenig weh und nach ein paar Tagen lief die Stillbeziehung rund.

Und dann kamen die Nachwehen

„Profi!“, dachte ich, als das dritte Kind kam. Pustekuchen. An der Brust tat das Stillen nicht weh, aber dafür gab es in den ersten Tagen fiese Nachwehen. Meine Hebamme verriet mir: Die Nachwehen werden von Kind zu Kind schlimmer, denn die Gebärmutter hat es immer schwerer, sich auf die ursprüngliche Größe zusammenzuziehen. Ausgeleiert ist kein schönes Wort für die Gebärmutter, aber die muskuläre Anstrengung der Rückbildung nach mehreren Geburten ist größer. Und das spürt man. 

Kräftige Nachwehen werden beim Saugen an der Brust ausgelöst. Das ist gut so. Ich freue mich, dass sich mein Körper nach einer Geburt wieder resetten möchte. Aber muss das so weh tun? 

Meine Hebamme bietet mir Schmerzmittel an. Ich lehne ab und beiße die Zähne zusammen. Wenn ich die Geburt ohne Schmerzmittel überstanden habe, werden mich schon ein paar Nachwehen nicht umhauen. Ein Indianer kennt keinen … – ach lassen wir das.

Bei Kind vier hatte ich dann den Jackpot. Die Brüste hatten nach einer Stillpause von gut fünf Jahren vergessen, dass sie mal Milch gegeben haben. Das Stillen tat wieder weh und die Nachwehen waren stärker als bei den vorherigen Geburten zusammen. 

Wird es besser?

Ja, ich habe es überlebt. Nein, ich habe es nie bereut, dass ich durch die Schmerzen gegangen bin. Es hat sich für eine schöne Stillbeziehung gelohnt. Das hört sich in diesem Text schlimmer an, als es war. Dieser Bericht fokussiert sich auf die kurze Zeit mit Schmerzen, die einer langen Stillbeziehung gegenüberstehen. 

Im Laufe der Stillbeziehung kann es jederzeit zu schmerzhaften Phasen kommen. Milchstau, Brustentzündung, zahnende Babys sind hier vermutlich die häufigsten. Größere Babys und Kleinkinder werden kreativ, wie sie sich beim Milchtrinken. Von an den Haaren ziehen, kneifen oder um sich schlagen und treten. Hier helfen robuste Ketten, ein Kuscheltier in der Hand zum „Bearbeiten“ oder kleine Fingerspiele.

Wie ist deine Erfahrung?

Hast du Erfahrung mit dem Stillen? Hast du Angst davor, dass es wehtun könnte? Hattest du Schmerzen beim Stillen, oder gehörst du zu den wenigen Glücklichen, die von Anfang an schmerzfrei stillen konnten?

-Janina


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Auf der Seite von Medela gibt es Tipps, was man bei anfänglichen Schmerzen beim Stillen tun kann


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